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Puls-Check

Puls-Check

Zurück in die Zukunft!

Puls-Checks können bestehende Feedbacksysteme in Organisationen ergänzen, beschleunigen und konkretisieren. Richtig eingesetzt sind sie viel mehr als eine technische „Spielerei“ der IT-Abteilung.

In vielen Organisationen ist es üblich zyklisch alle 2 bis 3 Jahre systematisch Mitarbeiterbefragungen durchzuführen. Die Ergebnisse werden dann in der Linie und in themenbezogenen Projektgruppen in Maßnahmen überführt und abgearbeitet. Diese Form der Befragung hat insbesondere in stabilen Systemen nach wie vor ihre absolute Berechtigung und kann kontinuierliche Verbesserungsprozesse auslösen und die Arbeit an der Unternehmenskultur unterstützen. Die Digitalisierung macht aber auch vor diesem erprobten Instrument nicht halt: Die klassische Mitarbeiterbefragung hat Verstärkung bekommen!

Puls-Checks als rasche, niederschwellige Feedbacksysteme

In letzter Zeit hat sich insbesondere in dynamischen Unternehmenskontexten eine ergänzende Form von Befragungen, die sogenannten „Puls-Checks“ etabliert. Kernidee ist, mit wenigen knackigen Fragen ein Stimmungsbild aus der Organisation zu bekommen. Dieses Stimmungsbild wird dann sehr zügig – teilweise in Echtzeit – allen Beteiligten rückgemeldet und es werden gemeinsam sofort umsetzbare Maßnahmen vereinbart. Die Befragung wird dann nach einiger Zeit (in der Regel nach wenigen Wochen, maximal nach wenigen Monaten) wiederholt, um Entwicklungsverläufe aufzuzeigen und etwaige Folgemaßnahmen abzuleiten. Im Vergleich zu klassischen Befragungen läuft dieser Prozess mit mehr Tempo ab und mündet im Optimalfall in sofortiger Maßnahmendefinition und -umsetzung. Komplexität in Fragestellungen und Auswertung wird dafür soweit wie möglich reduziert.

Themen- und anlassbezogenes Feedback

So wie sich die Herausforderungen an Organisationen in den vergangenen Jahren geändert haben, haben sich auch die Fragestellungen in Mitarbeiterbefragungen verändert. Besonders deutlich wird dies bei den Puls Checks. Üblich ist dabei auch die Fokussierung auf ein bis zwei Kernthemen, z.B. die Zufriedenheit mit der Führungsarbeit, die Stimmung im Team oder ein konkretes Projekt an dem gerade gearbeitet wird. Damit wird evidenzbasiertes und gleichzeitig agiles, unbürokratisches Arbeiten unterstützt. Umfangreichere, breiter angelegte Fragestellungen werden ergänzend in zyklischen Mitarbeiterbefragungen abgewickelt.

Erfolgsfaktoren im Einsatz von Puls-Checks

Nach unseren Erfahrungen mit dem Instrument haben sich folgende Prinzipien für die Nutzung von Puls-Checks herauskristallisiert:

  • Ehrlichkeit und Verbindlichkeit: Offener Dialog zu den Ergebnissen und tatsächliche Bereitschaft der Entscheider Maßnahmen umzusetzen.

  • Keine Feigenblatt-Projekte: Implementierung des Puls-Checks als echten Teil des Kommunikations- und Feedbacksystems (also keine technische „Spielerei“).

  • Einfachheit und Geschwindigkeit: Möglichst konkrete Fragen stellen und Ergebnisse zügig zur Diskussion stellen.

  • Verbindung mit klassischer Mitarbeiterbefragung: Puls-Checks können in unserem Verständnis keine zyklischen Mitarbeiterbefragungen ersetzen, aber sehr sinnvoll ergänzen.

  • OE-Kompetenz nicht vergessen: Nicht alles was technisch machbar ist, ist auch sinnvoll.